Viskose

Viskose: Faserart, Eigenschaften und Anwendungen

Was ist Viskose?

Viskose ist eine regenerierte Zellulosefaser, die aus natürlicher Zellulose gewonnen, chemisch aufgeschlossen und anschließend zu Fasern versponnen wird. Sie wird häufig in Textilien eingesetzt, wenn gute Saugfähigkeit und ein weiches Griffgefühl gefragt sind.

Viskose im Detail

Viskose zählt zu den zellulosebasierten Chemiefasern. Sie verbindet Eigenschaften von Naturfasern (hydrophil, hohe Flüssigkeitsaufnahme) mit der industriell steuerbaren Herstellung.

Typische Eigenschaften:

  • Hohe Saugfähigkeit: Sie nimmt Wasser schnell auf und verteilt es gut in der Faser-/Textilstruktur.

  • Weicher Griff: Relevant für empfindliche Oberflächen.

  • Gute Färbbarkeit: Zellulose nimmt Farbstoffe gut an.

  • Nassfestigkeit: Sie kann im nassen Zustand geringer sein als im trockenen. Dies ist abhängig von der Faserqualität und der Textilkonstruktion.

In Wischtüchern wird sie häufig als Mischfaser eingesetzt, z. B. mit Polyester, um Saugfähigkeit und Festigkeit zu kombinieren. Relevant sind außerdem Flächengewicht, Bindung (Vlies/Gewebe), Fusselverhalten und Waschbeständigkeit. Bei wiederholtem Waschen können Ausrüstung und Struktur die Aufnahmeleistung beeinflussen.

Abgrenzung: Die Faser ist nicht mit Polyester oder Polypropylen gleichzusetzen. Sie ist hydrophiler, aber mechanisch oft weniger robust, insbesondere bei Nässe und hoher Zugbelastung.

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FAQ

Ist Viskose eine Naturfaser?
Nein. Sie basiert zwar auf natürlicher Zellulose, wird aber industriell chemisch hergestellt und zählt zu regenerierten Zellulosefasern.

Warum ist sie im nassen Zustand oft weniger reißfest?
Wasser reduziert die Faserfestigkeit in der Zellulose-Struktur; dadurch sinkt die Nassfestigkeit je nach Faseraufbau und Verarbeitung.

Wofür ist Viskose in Wischtüchern besonders geeignet?
Für Aufgaben, bei denen schnelle Flüssigkeitsaufnahme und weiches Material wichtig sind, z. B. Abwischen und Nachreinigen auf empfindlichen Flächen.